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Luftaufnahme Johannes-Hospital

Die Geschichte des St. Johannes-Hospitals

1845 bis 1862                             

Mit fünf Betten nahm das erste Krankenhaus in Neheim am 29. März 1845 mit zwei Pflegekräften seine Arbeit auf. Der erste Patient kam am 9. Juli 1845.  Der Ferdinandinen-Krankenverein, der am 17. März 1845 als "Armen-Kranken-Unterstützungsverein" ins Leben gerufen wurde, war Träger des ersten Neheimer Hospitals. Die Gründungsurkunde unterzeichneten Pfarrer Münstermann, Vikar Kühle und Apotheker Pfeiffer als erste Vorstandsmitglieder sowie die Bürger Otterstedde, Brökelmann, Vehling, Th. Cosack, Gottl. Tappe, Dr. Hilsmann, A. Köhler, Dr. Schulte, Bürgermeister Klappert und Landrat v. Lilien.

Im November 1858 berät die Generalversammlung des Ferdinandinen-Krankenvereins eine Vorlage, "dem Gründer und Wohltäter der Stadt Neheim, dem Grafen von Arnsberg" zu Ehren, eine Kranken- und Pflegeanstalt zu errichten. Die Generalversammlung beschließt schließlich am 4. Februar 1859 die "Gründung und Fundierung einer selbständigen und unabhängigen, von der Verwaltung des Ferdinandinen-Krankenvereins getrennten katholischen Kranken- und Pflegeanstalt". Das Projekt wird unter das Patronat des hl. Johannes des Täufers gestellt, und so soll das Krankenhaus denn auch "Hospital zum St. Johannes in Neheim" heißen.

Bischof Conrad von Paderborn genehmigte am 13. August 1860 die Niederlassung der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz von Paul (Vincentinerinnen) in Neheim. Schwester Martha Meyer und Schwester Pia Pack zogen mit dem neuen St. Johannes-Hospital am 26. August 1860 ins Haus Josef Plecking in die damalige Hauptstraße (heute Mendener Straße). Der Grundstein für das heutige St. Johannes-Hospital wird am 24. Mai 1862 gelegt. Für das neue St. Johannes-Hospital wurden von der Stadt Grundstücke "Auf dem Heuwege" (jetzt Springufer) von Josef Binhold jun., Buchbinder Friedrich Rienermann und Witwe Lorenz Taprogge in einer Größe von 56 ar und 71 qm erworben. 24 Betten hatte das Hospital damals. Der Heuweg wurde zur Einweihung in Hospitalweg umbenannt.

1862 bis 1952                              

Die Zahl der Betten steigt in den folgenden Jahren stetig, ebenso wie die Bevölkerung Neheims. Ständig wurde das Haus erweitert. Wirtschaftsgebäude wie Pferde-, Kuh- und Schweinestall gehörten damals dazu. In Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkrieges musste das Hospital auch als Lazarett dienen. Im ersten Obergeschoss waren Operationssaal, Röntgenraum, Höhensonne, Labor und Wiegelmanns Magnetapparat untergebracht.

1952 bis 1968                             

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird kräftig erweitert. 1952 wurde der Ostflügel angesetzt. 1953 war Richtfest. Ein eigenes Schwesternwohnheim bekam das Hospital am 14. August 1959. Nun wurde auch der aus dem Jahr 1862 stammende baufällige Altbau abgerissen. Diese erste große Umbau- und Modernisierungsphase schloss 1963. Man hoffte auf viele Jahre der Ruhe. Bereits 1965 ging die Bautätigkeit am Hospital jedoch weiter. Das Schwesternwohnheim wurde um die Krankenpflegeschule erweitert. Sie wurde am 1. April 1968 eröffnet.

1988 bis 1993                              

Eine hohe Investition wird 1988 für einen Computertomographen geleistet. 1989 wird das Gebäude Lange Wende 8A gekauft. 1992 Inbetriebnahme der neuen Intensivpflegestation und Anbau eines Treppenhauses an den Westflügel. Seit 1992 verhandeln die Arnsberger Krankenhäuser über eine Kooperation, um die Häuser in Wirtschaftlichkeit und Bestand zu sichern. Umstrukturierungen werden notwendig und Stück für Stück umgesetzt.

1993 bis heute                              

Am 7. Juli 1993 ist einer der ersten Meilensteine am St. Johannes-Hospital getan: Die Psychiatrische Tagesklinik wird eingeweiht. Zum 1. Januar 1996 nimmt die Bildungsstätte der Arnsberger Krankenhäuser am St. Johannes-Hospital die Bildungsarbeit auf. Im Zuge der Umstrukturierung wird am 1. Januar 1997 die Chirurgische Abteilung am St. Johannes-Hospital geschlossen und die Betten zum Karolinen-Hospital Hüsten und zum Marienhospital Arnsberg übergeleitet. Am 1. April 1997 wird die Geriatrische Abteilung am Neheimer Hospital in Betrieb genommen. Die Umstrukturierung hat am 1. Januar 2000 mit der Überleitung der Gynäkologischen und Geburtshilflichen Abteilung sowie der Hals-Nasen-Ohren-Belegabteilung ans Marienhospital Arnsberg ihren Abschluss gefunden. Am 24.06.2000 wird die Geriatrische Tagesklinik eingeweiht. Am 1. Mai 2001 wird die Kurzzeitpflegestation mit 12 Betten eröffnet. Im Jahr 2003 wird die Heizzentrale mit Blockheizkraftwerk fertig gestellt sowie der Umbau der Radiologischen Abteilung abgeschlossen. Im Jahr 2005 werden in der Radiologischen Abteilung neu installiert: ein Kernspintomograph, ein Spiral-CT und ein Digitales Radiologie-System. Am 31.01.2006 wird die umgebaute und erweiterte Physikalische Therapie eingeweiht. Am 2. November 2006 wird das St. Johannes Pflegezentrum in Betrieb genommen.