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03.08.2017

Deutsche Krebsgesellschaft vergibt gute Noten für Darmzentrum Arnsberg

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Hüsten. Die frühzeitige Diagnose „Darmkrebs“ bedeutet längst nicht mehr das Ende eines bislang unbeschwerten Lebens. Regelmäßige Vorsorge und eine individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Therapie kann die Heilungschancen erheblich verbessern. Das Darmzentrum Arnsberg am Klinikum Arnsberg ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) jetzt erneut für einen Zeitraum von drei Jahren für seine erfolgreiche Arbeit bei der frühen Diagnose und anschließenden Behandlung ausgezeichnet worden. Schon seit 2011 stellt sich das Zentrum regelmäßig den strengen Prüfanforderungen der Fachgesellschaft.

„Der Begriff Darmzentrum ist nicht geschützt und daher weit verbreitet“, weiß Dr. med. Jörg Sauer, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie und Leiter des Darmzentrums Arnsberg und ergänzt: „Im Gegensatz dazu, wird die Auszeichnung „zertifiziertes Darmkrebszentrum der DKG“ wird nur an kleinen Teil der Krankhäuser verliehen. Das Darmzentrum Arnsberg ist nach wie vor das einzige von der DKG anerkannte und ausgezeichnete Darmzentrum im HSK, Märkischen Kreis und im Kreis Soest“. Nicht ohne Grund. Denn die dazu erforderliche Überprüfung durch die DKG ist aufwendig: Prozessqualität (von der Vorsorge über die Behandlung bis zur Nachsorge und Dokumentation) sowie Ergebnisqualität (Heilungs-, Komplikations- und Sterblichkeitsraten) werden dabei berücksichtigt. Einfluss auf die Prüfung hat auch die fach- und berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit der Behandlerteams am Darmzentrum Arnsberg. „Wir setzten am Zentrum auf eine individuelle Therapie für unsere Patienten, für die von erfahrenen Ärzten verschiedener Fachdisziplinen über Physiotherapeuten, Psychoonkologen bis zu speziell ausgebildeten Pflegekräften und Sozialarbeitern ein großes Expertenteam im Rahmen der Behandlung zur Verfügung steht“, erklärt Dr. Sauer.

Darmkrebspatienten werden am Darmzentrum Arnsberg nach einer abgestimmten Struktur durch die Therapie geführt. „Vor jedem Therapieabschnitt berät eine mit Fachleuten der verschiedenen Bereiche besetzte Tumorkonferenz über die im jeweiligen Einzelfall erfolgversprechendste Behandlungsempfehlung“, beschreibt der Chefarzt. „Unser Ziel ist es, den Patienten komplett gut zu betreuen“, so Dr. Jörg Sauer.

Die erneute Auszeichnung durch die DKG, die die Nutzung des Begriffs „zertifiziertes Darmzentrum der DKG“ erlaubt, hat zudem auch die operierten Fallzahlen im Blick. Rund 80 Darmkrebs-Operationen gibt es jährlich am Klinikum Arnsberg. Die große Zahl spiegelt die Erfahrung der Ärzte vor Ort und gibt Patienten zusätzliche Sicherheit. Erforderliche Eingriffe erfolgen wann immer medizinisch sinnvoll und möglich mittels Schlüssellochchirurgie. Der geringere Einfluss des Eingriffs auf den Körper wirkt sich nach Einschätzung von Dr. Sauer positiv auf die Sterblichkeit nach der OP (die so genannte „30-Tage-Mortalität“) aus. Sie liegt am Klinikum Arnsberg bei nur etwas mehr als einem Prozent – deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Die Langzeitdokumentation am Darmzentrum Arnsberg berücksichtigt überdies auch das „5-Jahres-Überleben“, bei dessen Zahl sich das Klinikum Arnsberg ebenfalls über den Durchschnittswerten anderer Darmzentren positioniert weiß. „Damit liegen wir in Sachen Behandlungsqualität bundeweit in der Spitzengruppe. Auf dieses Ergebnis können wir stolz sein“, freut sich Chefarzt Dr. Sauer. 

Vorsorge kann Leben retten

Nur regelmäßige Vorsorge kann Schutz vor Darmkrebs leisten. Ab 55 Jahren steht allen gesetzlich Versicherten eine Untersuchung mittels Darmspiegelung zu, die neben der Vorsorge gleichzeitig auch Therapiemöglichkeiten, wie zum Beispiel das Abtragen von Polypen (möglichen Vorstufen von Darmkrebs) bietet. Im Rahmen des Darmzentrums Arnsberg wird die Darmspiegelung von den niedergelassenen gastroenterologischen Kooperationspraxen in Arnsberg und Sundern sowie der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie durchgeführt. Weitere Infos unter: www.darmzentrum-arnsberg.de